Die perfekte Matratze finden

Der Mensch schläft im Durchschnitt ein Drittel in seinem Leben. In diesem Zeitraum erhält der Körper eine Genesung, bedeutende Abläufe des Stoffwechsels werden vollzogen und der Schlafende konsumiert das Tagesgeschehen. Die Nacht muss natürlich auch Erholung bieten. Eine bedeutende Rolle kommt dabei der Matratze zugute.

Gibt es ein ideales Material für die Matratze?

Definitiv nicht. Dies ist von jedem selber zu bestimmen. Die üblichen Materialien bestehen aus Federkern, Kaltschaum und Latex.

matratze (9)Zahlreiche miteinander verflochtene Metallfedern bestimmen die Federkernmatratzen. Bei einer Bonellfederkernmatratze ist zwischen den Federn Platz für Luftdurchlässigkeit. Kleine Stoffsäckchen ummanteln die Federn bei einer Taschenfederkernmatratze.

Beide Matratzen sorgen für ein gutes Durchlüften und führen schnellstens die Feuchtigkeit und Wärme ab. Personen, die nachts sehr schwitzen, haben von diesem Material einen Vorteil.

Die negative Seite ist darin zu finden, dass sich die Bonellfeder kaum der Körperform einfügt und deshalb nachträglich zu Schwingungen beim Drehen in der Nacht kommt. Dagegen besitzt das Taschenkernmodell eine sehr hohe Dehnbarkeit der einzelnen Punkte. Sie hängt nicht wie eine Hängematte, sondern nur die Stellen geben nach, wo der Körper auf der Matratze liegt. Mit den anderen Stellen wird der Körper angelehnt.

Kaltschaummatratzen werden aus Schaumstoff hergestellt. Im Gegensatz zur früheren Epoche als diese sehr hart und unangenehm empfunden wurden, passen sich moderne Matratzen prima dem Körper durch eine hohe Biegsamkeit der einzelnen Punkte an.

Das Material entfernt leichter Feuchtigkeit und die Wärme wird besser gespeichert als bei der Federkernversion. Beim Kauf sollte unbedingt auf das Raumgewicht, die die Dichte des benutzten Schaums wiedergibt, geachtet werden. Umso höher die Angabe, umso hochklassiger ist die Matratze. Laut Expertenberechnungen ist von einem Minimum an Raumgewicht von 40 Kilogramm pro Kubikmeter auszugehen. Hier können Sie entdecken, worauf es bei einer guten Kaltschaum- oder Schaumstoffmatratze ankommt (hier klicken zum Test).

Latexmatratzen sind für die exzellente körperliche Anpassungsfähigkeit des Schlafenden bekannt und bereiten geruhsame Nächte. Die Matratzen sind sehr schwer und nicht problemlos zu wenden. Sie gehören außerdem zur höheren Preisklasse.

Wie wird der richtige Härtegrad bestimmt?

Diese Entscheidung ist individuell. Durch die Herstellerangabe lässt sich feststellen, ob die Matratze in ihrer Ausführung hart, mittelhart oder weich ist. Diese Daten sind keiner Norm verpflichtend.

Das bedeutet, jeder Hersteller kann „Hart“ auf seine spezielle Weise festlegen. Die Wahl auf eine härtere Matratze sollte von Menschen getroffen werden, die mehr Gewicht aufweisen. Schlechter Schlafen und dauerndes herum wälzen deutet auf eine zu harte Matratze hin.

Für schlanke Personen ist eine weiche Matratze besser. Ist jedoch die Schlafunterlage zu weich, wird die Wirbelsäule gebogen und erzeugt Rückenschmerzen.

Idealerweise wird die Matratze im Geschäft getestet um dabei das eigene Gefühl wahrzunehmen. Dazu zählen auch eine fachmännische Beratung und die Gewähr, die Matratze nach wenigen Tagen gegen eine andere einzutauschen.

Ist die Schlafposition und die Auswahl der Matratze wichtig?

Im Grunde genommen ja. Wird während des Schlafs auf dem Rücken gelegen, ist die Matratze eine ideale Stütze der Lendenwirbelsäule und im Bereich des Nackens. Die Matratze gibt nur wenig nach und die eigentliche S-Form der Wirbelsäule ist unverändert.

Wird die Seitenlage für den Schlaf gewählt, gibt die passende Matratze nur an den Schultern und im Beckenbereich nach. Die Schlafunterlage gibt ein wenig nach, die Wirbelsäule bleibt dagegen gerade. Ganz andere Punkte haben im Prinzip deswegen Rückenschläfer gegenüber Seitenschläfer zu beachten.

Viele Menschen ändern in der Nacht öfters die Schlafposition. Aus diesem Grunde sollte die Schlafunterlagen für beide Positionen komfortabel sein und das lässt sich nur durch Probeliegen feststellen.

Was ist weiter zu berücksichtigen?

Mehrere Matratzenarten sind mit diversen Liegezonen ausgestattet. Diese Areale sind mit differenzierenden Härtegraden versehen und sollen dem Körper optimale Anpassung vermitteln.

Laut Aussagen von Experten machen drei Zonen tatsächlich Sinn, von weiteren wird abgeraten. Besteht die Matratze aus der zwei- oder dreifachen Menge an Liegezonen, ist eine Bewegung für den Schlafenden fast ausgeschlossen. Das Gewicht und die Körpergröße muss exakt zu den diversen Härtebereichen abgestimmt sein.

Die Matratzendicke spielt eine Rolle bei etwas Übergewicht. Beim Probeliegen darf keinesfalls das Lattenrost wahrgenommen werden. Ideal sind 16 Zentimeter oder mehr. Im Test der Badenia Irisette Vitaflex Flextube konnte das Modell mit besten Bewertungen in Sachen Matratzendicke punkten.

Beim Bett für zwei Personen ist eine Einzel- oder Doppelmatratze wählbar. Idealerweise sind zwei einzelne Matratzen zu benutzen. Jede Person benutzt eine andere Schlaflage und die Größe und das Gewicht sind unterschiedlich.